Busmaut

Eine Maut für Busse führt zu höheren Abgaben bei den Unternehmen, zwangsläufig zu höheren Fahrpreisen und somit nicht zu einer deutlichen Verlagerung des Individualverkehrs auf den Bus. Dies ist kontraproduktiv, da:

- Der Bus ist bei einer bestimmten Auslastung das umweltfreundlichste Verkehrsmittel
- Die Verlagerung des Individualverkehrs auf den Fernbus zur Vermeidung von Staus auf der Straße
  führt

Die Wegekostenstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), 2007 bemisst, wie hoch die Infrastrukturkosten der einzelnen Verkehrsträger sind und inwieweit die jeweiligen Verkehrsträger dafür aufkommen.

- Busse erreichen auf dem Straßennetz einen Wegekostendeckungsgrad von 141%, d.h. Einnahmen
  aus Mineralöl- und Kraftfahrzeugsteuern übersteigern die Kapitalkosten (Abschreibungen und Zinsen),
  d.h. der Omnibus trägt mehr zum Verkehrssystem bei als er an Kosten verursacht.
- Hohe Wegekostendeckungsgrade der Busse ergaben sich den Berechnungen zufolge insbesondere
  bei Autobahnen (Kostendeckung: 306%) und Bundesfernstraßen (Kostendeckung: 234%). Auf
  Autobahnen zahlen deutsche Busse somit das Dreifache dessen, was sie an Wegekosten
  verursachen.
- Zum Vergleich: Der Schienenverkehr kommt nur für 47% seiner Kosten auf.
- Busse erreichen Bewirtschaftungskosten für die Straßen um mehr als 40%.

Anders als die DB AG müssen private Omnibusunternehmer ihre Gewinne im Fernlinienverkehr selbst erwirtschaften. Die DB Netz AG ist dagegen ein hoch subventioniertes Unternehmen, das jedes Jahr vom Steuerzahler 2,5 Milliarden Euro für Erhaltungsinvestitionen und weitere 1,2 Milliarden für neue Schienenprojekte bekommt. Insgesamt erhält der Eisenbahnverkehr jährlich Zuschüsse vom Steuerzahler in Höhe von rund neun Milliarden Euro. Das Geld für die Zahlung der Trassenpreise stammt im Wesentlichen aus Steuertöpfen, da die Länder den Regionalverkehr mit jährlich rund
7 Milliarden Euro bezuschussen. (Quelle: BDO)



spacer