Der Fernbus ist ein Produkt, welches im Ausland bereits fest im öffentlichen Personenverkehr verankert ist. In Deutschland ist er aufgrund der aktuellen Gesetzeslage nur bedingt zulässig – es gibt daher nur vereinzelte Angebote, überwiegend von und nach Berlin.
Die Vorteile des Fernbusverkehrs liegen auf der Hand: Durch günstige Fahrpreise wird auch preissensiblen Kundengruppen wie Schülern, Studenten und Senioren das Reisen auf längeren Strecken ermöglicht.
Eine Marktanalyse der TU Dresden (Lehrstuhl Christian von Hirschhausen) zeigt klar, dass eher Menschen mit geringerem Einkommen in den Bus einsteigen, Wer weniger als 1.500 Euro verdient, wird überdurchschnittlich häufig den Bus statt das Auto oder eine Mitfahrgelegenheit wählen. Auch bei jungen und älteren Reisenden steigt der Marktanteil an. Mit zunehmendem Alter sinkt zudem die Bereitschaft bzw. die Möglichkeit, weite Strecken mit dem Pkw zurückzulegen.
Während die Bahn in erster Linie komfortbewusste Reisende anzieht, würde ein Fernbusangebot hauptsächlich von preissensiblen Reisenden angenommen, denen eine kurze Reisezeit weniger wichtig ist.
Simulationen einer Marktöffnung mit Augenmaß belegen, dass die Fahrgäste kaum vom Bahnverkehr abgezogen werden, sondern der Anteil an Pkw-Fahrten zurückgeht und gänzlich neue Fahrgastpotentiale erschlossen werden. Bahnen transportieren selbst auf parallel bedienten Streckenabschnitten ein Vielfaches der von den Fernbussen angestrebten Fahrgastmenge.
Der Bus ist ein sehr sicheres Verkehrsmittel. Laut Statistischem Bundesamt (2008) fällt die Anzahl der im Personenverkehr getöteten Insassen über alle Verkehrsträger hinweg am geringsten aus. Bei einer entsprechenden Auslastung ist der Bus sogar das umweltschonendste Verkehrsmittel.
(Quelle: Umweltbundesamt)