GDL bricht Konfliktlösung überraschend ab

Halberstadt, 23.08.2011
HarzElbeExpress

Die GDL hat der Geschäftsführung des Harz-Elbe-Express (HEX) kurzfristig mitgeteilt, dass sie an der für heute geplanten zweiten Verhandlungsrunde nicht teilnehmen wird und aus ihrer Sicht keinen weiteren Verhandlungsbedarf sieht. Damit bricht die Gewerkschaft den Lösungsprozess des Tarifkonfliktes einseitig ab und widerspricht ihren eigenen Aussagen in der ersten Verhandlungsrunde.

„Diese Nachricht kam völlig überraschend. Wir haben uns im ersten Gespräch in vielen Dingen geeinigt und bekamen vom GDL-Bundesvorsitzenden Claus Weselsky signalisiert, dass die Gewerkschaft auch bereit ist, ihre bisherige Position zu verlassen, als Vorbedingung für das Schlichtungsverfahren die Akzeptanz des von ihr geforderten Bundesrahmentarifvertrags für Lokführer zu diktieren", sagt HEX-Geschäftsführer Andreas Putzer. "Das stimmte uns vorsichtig optimistisch. Gleichzeitig haben wir in zahlreichen Punkten der GDL Zugeständnisse gemacht. Trotz Verständigung auf einen Folgetermin stellt die GDL nun fest, dass es keinen Verhandlungsbedarf mehr gibt und schlägt unseren Terminvorschlag aus. Mir ist schleierhaft, warum die Gewerkschaft den Prozess einseitig abbricht. Für mich entsteht der Eindruck, dass der Bundesvorstand der GDL nur auf Druck seiner Basis in das Schlichtungsverfahren eingewilligt hat, welches er zuvor kategorisch ablehnte."

Offen blieb in der ersten Verhandlungsrunde die Frage, ob die GDL schriftlich bereit ist, wie der HEX bedingungslos in ein Schlichtungsverfahren zu gehen. Putzer: „Das hat uns Herr Weselsky mündlich signalisiert und das wollten wir in der zweiten Verhandlungsrunde in einer Schlichtungsvereinbarung festhalten."

Der HEX teilt der GDL sein Bedauern über die gescheiterte Konfliktlösung mit und wird die entstandene Situation nun analysieren. 




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