SPNV-Unternehmen fordern Schlichtung

Berlin / Hamburg, 29.10.2010
Veolia Verkehr GmbH

Die sechs großen Unternehmen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV), Abellio, Arriva, BeNEX, Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr, fordern die Gewerkschaften Transnet und GDBA auf, gemeinsam in ein ordentliches Schlichtungsverfahren einzutreten, um die Verhandlungen über einen gemeinsamen Tarifvertrag für den Schienennahverkehr zügig zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Ulrike Riedel, Verhandlungsführerin und Arbeitsdirektorin für BeNEX: „Die unterschiedlichen Sichtweisen und Positionen sind in den letzten Wochen und Monaten zwischen den Verhandlungspartnern intensiv ausgetauscht worden. Dennoch hat es auf der Gewerkschaftsseite leider keinerlei Bewegung gegeben. Weitere Gesprächsrunden machen auf dieser Basis zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn. Aus unserer Sicht ist eine Schlichtung erforderlich. Die von der Tarifgemeinschaft angeregte Koordination auf der Arbeitgeberseite ist dabei grundsätzlich möglich, macht aber nur Sinn, wenn auch auf der Arbeitnehmerseite gleichermaßen eine Beteiligung aller drei Gewerkschaften erfolgt.“

Am 8. Oktober hatten die privaten SPNV-Unternehmen der Tarifgemeinschaft ein weitgehendes Angebot vorgelegt, das im Basistarif eine Anhebung der Entgelte auf das DB-Niveau vorsieht. Bei Berücksichtigung struktureller Unterschiede in den Zuschlägen und Zulagen kommt das Angebot beim Jahresentgelt auf 90 Prozent des DB-Niveaus.

Ulrike Haber-Schilling, Verhandlungsführerin und Arbeitsdirektorin Veolia Verkehr: „Angesichts der einmaligen Chance, dass die sechs großen SPNV-Unternehmen einen gemeinsamen Tarifvertrag für die SPNV-Branche abschließen, sollten die Gewerkschaften ihre bisherige ablehnende Haltung zur Schlichtung aufgeben. Wir sollten die Möglichkeit zu einer für die Branche wegweisenden Lösung nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“



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