Am 6.10.2004 unterzeichneten Verkehrsminister Bernd Rohwer und NOB-Geschäftsführer Karl-Heinz Fischer offiziell den Verkehrsvertrag für die sogenannte Marschbahn, wonach die Nord-Ostsee-Bahn ab Dezember 2005 die Stecke Hamburg Westerland betreiben wird. Anschließend setzten Rohwer, CDU-Landeschef Peter Harry Carstensen, Ragnar Nordström (Vorsitzender der Geschäftsführung der Connex-Gruppe) und NOB-Geschäftsführer Karl-Heinz Fischer den ersten Spatenstich für den neuen NOB-Wartungsstützpunkt.
Auf diesem Stützpunkt werden ab Dezember 2005 alle 90 Reisezugwaggons, die zwölf Diesellokomotiven sowie drei Dieseltriebwagen für den Verkehr auf der Marschbahn ihre neue Heimat finden. Wirtschaftsminister Rohwer wertete in seiner Rede den Neubau als Beleg dafür, dass mehr Wettbewerb keineswegs einen Abbau von Arbeitsplätzen nach sich zieht. Insgesamt investiert die Nord-Ostsee-Bahn 12 Mio. Euro in die Service-Werkstatt, wodurch 30 Arbeitsplätze entstehen.
Auf dem Grundstück, das sich über eine Fläche von 4,9 Hektar erstreckt und das von der Deutschen Bahn erworben wurde, soll mittelfristig der gesamte Fahrzeugpark der Nord-Ostsee-Bahn technisch betreut werden. Die neue Werkstatt wird eine Reisezugwagenhalle, eine Lokhalle und eine Waschhalle umfassen. Die 107 Meter lange Lokhalle ist mit einer modernen Hebebock- sowie Krananlage ausgestattet. Ein vorhandenes Tanklager soll für die Treibstoffversorgung wieder reaktiviert werden.
In den seitlichen Bereichen der Hallen werden Büros und Sozialräume untergebracht, der Ringlokschuppen wird für die Eisenbahnbetriebsleitung, Großteillager und diverse Werkstattbereiche umgebaut. Alle Anlagen werden den höchsten Umweltstandards entsprechen, so NOB-Geschäftsführer Fischer. Durch die erforderliche Altlastsanierung, deren Kosten die Deutsche Bahn AG und die Nord-Ostsee-Bahn gemeinsam tragen, und durch die Belebung der jetzigen Industriebranche wird sich der Zustand des Geländes deutlich und nachhaltig verbessern.