NOB begrüßt Appell der Politik

Kiel, 29.09.2011
Nord-Ostsee-Bahn

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Jost de Jager hat nach Medien-Informationen die Tarifparteien Nord-Ostsee-Bahn (NOB) und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) öffentlich aufgefordert, wieder zu verhandeln und sich zu einigen. „Wir begrüßen den Appell ausdrücklich und betonen noch einmal unsere Verhandlungsbereitschaft. Allerdings ist unsere Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts geschwunden, denn wir als NOB haben bereits erfolglos alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft, um mit der GDL wieder ins Gespräch zu kommen", äußerte sich NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow. Die NOB betonte noch einmal, dass sie nach wie vor für eine Schlichtung, an die keine Vorbedingungen seitens der GDL geknüpft werden, zur Verfügung stehe.

Nach dem einseitigen Abbruch der Gespräche seitens der GDL in der Annäherungsphase für eine Schlichtung ist die Gewerkschaft bislang noch nicht wieder auf das Unternehmen zugekommen. Während des ersten Vorbereitungsgesprächs für eine Schlichtung legte die GDL der NOB eine vorgefertigte und von der GDL schon unterschriebene Schlichtungsvereinbarung vor, welche die NOB aufgrund offener Fragen jedoch nicht unterschrieb. Da die GDL zudem die mündlich zugesicherte Bereitschaft, in eine Schlichtung einzutreten, ohne dass daran Vorbedingungen geknüpft werden, nicht eingehalten hat, sucht die NOB jetzt eine individuelle betriebliche Lösung – vorrangiges Ziel dabei ist, den Betriebsfrieden wiederherzustellen.

Die NOB bezahlt ihre Lokführer nach gültigen, bereits bestehenden Tarifverträgen (GDL und EVG). Das Unternehmen ist in der Tarifauseinandersetzung mit der GDL bereit, höhere Löhne zu zahlen: Die der GDL bereits im März dieses Jahres angebotene Lohnsteigerung von rund 5 Prozent sowie eine zusätzliche Einmalzahlung wurden jedoch bislang seitens der GDL abgelehnt – auch als Einstieg in Verhandlungen. Mit der größeren der beiden Bahngewerkschaften, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, hat die NOB im Juni dieses Jahres einen Haustarifvertrag abgeschlossen. Geschäftsführerin Sandow dazu: „Die EVG vertritt berufsübergreifend alle Angestellten und garantiert einen fairen Tarifabschluss für alle Beschäftigten."

Der aktuelle GDL-Streik wurde am 23. September um 2.30 Uhr begonnen. Seit dem fährt das Unternehmen nach dem Basisfahrplan. Die Dauer des Streiks hat die GDL noch nicht bekannt gegeben. Aktuelle Informationen zum laufenden Betrieb erhalten Fahrgäste unter www.nord-ostsee-bahn.de sowie über das Servicetelefon unter 0180/1018011 (3,9 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Ct./Min. aus dem Mobilfunknetz). Aufgrund der Vielzahl der Anfragen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die NOB bittet um Verständnis.

Der Basisfahrplan ist ein Auszug aus dem regulären Fahrplanangebot der NOB. Er beinhaltet auf den Strecken Kiel – Husum und Husum – Bad St. Peter-Ording einen 2-Stunden-Takt. Ergänzend werden Busse eingesetzt. Auf der Strecke Kiel – Eckernförde werden alle Fahrten der NOB durch Busse ersetzt. Auf der Strecke Hamburg – Westerland fährt die NOB einen 2-Stunden-Takt und zusätzlich wichtige Pendlerzüge von und zur Insel. Die NOB setzt alles daran, dass täglich so viele Züge wie möglich über den Basisfahrplan hinaus fahren. Diese zusätzlichen Züge finden die Fahrgäste ebenfalls auf der Internetseite.

Die Strecken der NOB: Hamburg/Altona – Westerland, Kiel – Husum, Husum – Bad St. Peter-Ording sowie Kiel – Eckernförde. 



Ansprechpartner für die Medien

Bereich Bahn

NOB Pressestelle

Telefon: 0431 / 7 30 36 36  


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