Die Veolia Stiftung wurde 2001 gegründet. Anfangs mit Schwerpunkt in Berlin, entfaltet sie heute dank der Kooperation mit der französischen Schwesterstiftung „Fondation d'entreprise Veolia Environnement" ihre Fördertätigkeit in ganz Deutschland. Als Umwelt-dienstleister, der in vielen Regionen verwurzelt ist, unterstützt Veolia Environnement mit dieser Stiftung lokale Initiativen, die das Lebensumfeld vor Ort ver-bessern. Also die Umwelt bewahren, Menschen in Beschäftigung integrieren und praktische Solidarität leisten.
Ihr besonderes Profil bekommt die Veolia Stiftung durch das Patenschaftsmodell: Für jede geförderte Initiative übernimmt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter die Patenschaft.
Das Patenschaftsmodell durch die Mitarbeiter gehört von Anfang an zu den Förderprinzipien der Veolia Stiftung. Die Patinnen und Paten schlagen ein Projekt vor oder lernen es kennen, nachdem es einen Antrag auf Förderung bei der Veolia Stiftung gestellt hat. Jeder Pate trägt zur Bewertung seines Projekts bei, steht den Projektinitiatoren langfristig mit seinen Erfahrungen zur Seite und übergibt im Falle einer Förderung natürlich auch den Förderscheck. Unsere Patinnen und Paten lernen damit viele engagierte Menschen kennen, helfen selbst ganz konkret und gewinnen damit auf für ihren eigenen Alltag ganz neue Erfahrungen.
Rund 150 Paten – über 270 Projekte
Über 270 gemeinnützige Projekte hat die Veolia Stiftung seit Januar 2001 mit rund 2 Millionen Euro unter-stützt. Rund 150 Beschäftigte der Veolia-Environnement-Gruppe in Deutschland setzen sich als Paten für die Projekte der Stiftung ehrenamtlich ein.
In einem sozialen Brennpunkt in Berlin-Kreuzberg haben viele Familien mit Armut und Benachteiligung zu kämpfen. Das Diakonische Werk rief daher eine interkulturelle Kindertagesstätte mit integriertem Familienzentrum ins Leben.
Pate Stefan Bohl-Thoms von Veolia Verkehr
„Nachdem ich von dem Projekt gehört hatte, wollte ich mir vor Ort einen persönlichen Eindruck verschaffen. Beschäftsführung und Projektleitung machten von Anfang an einen hoch motivierten Eindruck. Die Kita geht mit ihrem pädagogischen Konzept auf die schwierigen Verhältnisse im Stadtteil Kreuzberg ein, fördert die Kinder früh und intensiv und schafft dabei Betreuungsplätze für 35 Kinder unter drei Jahren und 20 feste Arbeitsplätze. Jedes betreute Kind wird mit einem positiven Blick betrachtet. Die Eltern sollen nicht nur bei Problemen und Defiziten eingebunden werden, sondern ebenso die Stärken und Potenziale ihrer Kinder aufgezeigt bekommen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass Eltern mit ausländischen Wurzeln ihre Kinder seltener in Kitas betreuen lassen und den Kleinen Früherziehung und Bindung an das soziale System fehlen. Das integrierte Familienzentrum dient mit Vorträgen zu Themen wie Ernährung und Bewegung, Yogakursen und Spieleabenden der interkulturellen Verständigung. Ich freue mich, Teil des Projektes sein zu dürfen und den Kindern eine frühe Chance zur Integration ermöglichen zu können.“
Der Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. arbeitet eng mit dem Land Baden-Württemberg und der Kommune Niederstotzingen zusammen, um die Vogelherdhöhle als archäologische Fundstätte für Besucher zugänglich zu machen. Die Veolia Stiftung unterstützt den Bau eines Informations- und Besucherzentrums, das über die Geschichte der Region informiert und die Besucher für die einzigartige Landschaft sensibilisiert. Die Vogelherdhöhle ist Anwärter auf den Status UNESCO Weltkulturerbe.
Pate Michael Dalhof von der Heidenheimer Verkehrsgesellschaft (HVG)
„Fasziniert von der aus dem Stoßzahn eines Mammuts geschnitzten Figur des Löwenmenschens und des Pferdchens fiel es mir sehr leicht, für die Idee des Archäopark Vogelherd zu werben. Sowohl die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben in Teilprojekten, als auch der gelebte Stiftungsgedanke, waren meine Beweggründe, aktiv als Stiftungspate das einzigartige Projekt zu begleiten.“
Folli Folletti e.V. ist eine Initiative junger Eltern, die im Sommer 2011 eine deutsch-italienische Kindertagesstätte in Berlin gegründet haben. Die Kita hilft neben dem Erleben zweier Kulturen und dem ungezwungenen Erlernen von zwei Sprachen auch sinnliche Naturerfahrungen zu sammeln.
Patin Julia Thomä von Veolia Verkehr
„Das vielfältige Programm aus Bilingualität, Bewegung, Kreativität sowie Umwelt- und Naturschutz hat mich bei der deutsch-italienischen Einrichtung besonders begeistert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, Sprachen zu lernen. Ich freue mich deshalb, den Aufbau dieser familiären KiTa zu unterstützen, in der die Kinder auf spielerische Art und Weise beide Sprachen und Kulturen gleichermaßen lernen.“
Mit der finanziellen Unterstützung der Veolia Stiftung konnten die Räumlichkeiten des bilingualen, umweltbewussten und familiären Kindergartens ausgestaltet werden. So erhielten zum Beispiel die Räume eine neue Beleuchtung. Weiterhin konnten mit der Spende Spielzeugschränke erworben werden.
Bei schweren Naturkatastrophen und Krisensituationen leistet die Veoliaforce weltweit direkte Hilfe vor Ort – meist an der Seite von humanitären Organi-sationen wie UNICEF oder dem Roten Kreuz. 1998 als Veolia Waterforce gegründet, wurde die Institution im Jahr 2008 zu Veoliaforce erweitert. Ziel dabei: das Fachwissen aller vier Unternehmenssparten zu bündeln. Mitarbeiter aus Unternehmen der Veolia-Environnement-Gruppe können sich als Freiwillige bei Hilfseinsätzen beteiligen.
Veoliaforce-Helfer waren bisher in Mittelamerika, Afrika, Asien, Europa und im Mittleren Osten mehr als 30 Mal im Einsatz. Zuletzt unterstützte Veoliaforce das Französische Rote Kreuz in Haiti nach dem Erdbeben Anfang 2010 sowie Ende September 2011 in Kamerun und im Zentral-Tschad, um u.a. die Cholera-Epidemie zu bekämpfen.