Die Veolia Stiftung wurde 2001 gegründet. Anfangs mit Schwerpunkt in Berlin, entfaltet sie heute dank der Kooperation mit der französischen Schwesterstiftung „Fondation d'entreprise Veolia Environnement" ihre Fördertätigkeit in ganz Deutschland. Als Umwelt-dienstleister, der in vielen Regionen verwurzelt ist, unterstützt Veolia Environnement mit dieser Stiftung lokale Initiativen, die das Lebensumfeld vor Ort ver-bessern. Also die Umwelt bewahren, Menschen in Beschäftigung integrieren und praktische Solidarität leisten.
Ihr besonderes Profil bekommt die Veolia Stiftung durch das Patenschaftsmodell: Für jede geförderte Initiative übernimmt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter die Patenschaft.
Das Patenschaftsmodell durch die Mitarbeiter gehört von Anfang an zu den Förderprinzipien der Veolia Stiftung. Die Patinnen und Paten schlagen ein Projekt vor oder lernen es kennen, nachdem es einen Antrag auf Förderung bei der Veolia Stiftung gestellt hat. Jeder Pate trägt zur Bewertung seines Projekts bei, steht den Projektinitiatoren langfristig mit seinen Erfahrungen zur Seite und übergibt im Falle einer Förderung natürlich auch den Förderscheck. Unsere Patinnen und Paten lernen damit viele engagierte Menschen kennen, helfen selbst ganz konkret und gewinnen damit auf für ihren eigenen Alltag ganz neue Erfahrungen.
Rund 150 Paten – über 270 Projekte
Über 270 gemeinnützige Projekte hat die Veolia Stiftung seit Januar 2001 mit rund 2 Millionen Euro unter-stützt. Rund 150 Beschäftigte der Veolia-Environnement-Gruppe in Deutschland setzen sich als Paten für die Projekte der Stiftung ehrenamtlich ein.
Der Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. arbeitet eng mit dem Land Baden-Württemberg und der Kommune Niederstotzingen zusammen, um die Vogelherdhöhle als archäologische Fundstätte für Besucher zugänglich zu machen. Die Veolia Stiftung unterstützt den Bau eines Informations- und Besucherzentrums, das über die Geschichte der Region informiert und die Besucher für die einzigartige Landschaft sensibilisiert. Die Vogelherdhöhle ist Anwärter auf den Status UNESCO Weltkulturerbe.
Pate Michael Dalhof von der Heidenheimer Verkehrsgesellschaft (HVG)
„Fasziniert von der aus dem Stoßzahn eines Mammuts geschnitzten Figur des Löwenmenschens und des Pferdchens fiel es mir sehr leicht, für die Idee des Archäopark Vogelherd zu werben. Sowohl die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben in Teilprojekten, als auch der gelebte Stiftungsgedanke, waren meine Beweggründe, aktiv als Stiftungspate das einzigartige Projekt zu begleiten.“
Der Caritasverband Leipzig organisiert die Begleitung von mobilitätsbeschränkten Menschen und allein reisenden Kindern in Zügen in der Region Leipzig. Die Begleitung ist für die Reisenden kostenlos und wird durch den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern ermöglicht, die für diese Aufgabe eine besondere Schulung durchlaufen. Die Veolia Stiftung unterstützt die Erstausstattung des Projekts mit Schulungsunterlagen, Werbematerial, Uniform, Erste-Hilfe-Set und anderem.
Patin Kerstin Gohla von der Mitteldeutschen Regiobahn
„Ich habe sehr gerne die Patenschaft für dieses Projekt übernommen, weil ich selbst täglich erlebe, mit welchen Handicaps Behinderte beim Reisen zu kämpfen haben. Leider werde ich selbst kaum ehrenamtlich mitarbeiten können. Dafür fehlt mir die Zeit. Ich werde aber den Fortschritt des Projekts aufmerksam erfolgen.“
Folli Folletti e.V. ist eine Initiative junger Eltern, die im Sommer 2011 eine deutsch-italienische Kindertagesstätte in Berlin gegründet haben. Die Kita hilft neben dem Erleben zweier Kulturen und dem ungezwungenen Erlernen von zwei Sprachen auch sinnliche Naturerfahrungen zu sammeln.
Patin Julia Thomä von Veolia Verkehr
„Das vielfältige Programm aus Bilingualität, Bewegung, Kreativität sowie Umwelt- und Naturschutz hat mich bei der deutsch-italienischen Einrichtung besonders begeistert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, Sprachen zu lernen. Ich freue mich deshalb, den Aufbau dieser familiären KiTa zu unterstützen, in der die Kinder auf spielerische Art und Weise beide Sprachen und Kulturen gleichermaßen lernen.“
Mit der finanziellen Unterstützung der Veolia Stiftung konnten die Räumlichkeiten des bilingualen, umweltbewussten und familiären Kindergartens ausgestaltet werden. So erhielten zum Beispiel die Räume eine neue Beleuchtung. Weiterhin konnten mit der Spende Spielzeugschränke erworben werden.
Das Rosemarie-Fuchs-Haus ist eine Nachsorgeeinrichtung für ehemals schwerkranke Kinder und ihre Familien. Es bietet die Chance, sich auf der Nordseeinsel zu erholen und nach den Strapazen der Vergangenheit wieder zueinander zu finden. Auch wenn der Aufenthalt durch die Berliner Björn Schulz Stiftung finanziell unterstützt wird, ist das Geld knapp und die Unterstützung willkommen.
Patin Sandra Gerlach von der Nord-Ostsee-Bahn
Als die Veolia Stiftung Sandra Gerlach vorschlug, die Paten-schaft für das Rosemarie-Fuchs-Haus in List zu übernehmen, zögerte sie keinen Moment. „Nachdem ich mir von der Arbeit des Hauses ein Bild gemacht hatte, war ich Feuer und Flamme. Das Konzept, Familien nach überstandener, schwerer Krankheit zur Seite zu stehen, hat mich sofort überzeugt – es verdient jede denkbare Unterstützung", erläutert die Marketingleiterin der NOB.
Ermöglicht wurde so die Anschaffung eines speziellen Strandrollstuhls, um Kindern den Weg zu erleichtern, das Meer auch wirklich hautnah erleben können. Die Veolia Stiftung finanziert zudem die Sanierung des Friesenwalls, der mit seiner traditionellen Bauweise das in den Dünen gelegene Rosemarie-Fuchs-Haus auch zukünftig vor den Naturgewalten schützen soll.
Bei schweren Naturkatastrophen und Krisensituationen leistet die Veoliaforce weltweit direkte Hilfe vor Ort – meist an der Seite von humanitären Organi-sationen wie UNICEF oder dem Roten Kreuz. 1998 als Veolia Waterforce gegründet, wurde die Institution im Jahr 2008 zu Veoliaforce erweitert. Ziel dabei: das Fachwissen aller vier Unternehmenssparten zu bündeln. Mitarbeiter aus Unternehmen der Veolia-Environnement-Gruppe können sich als Freiwillige bei Hilfseinsätzen beteiligen.
Veoliaforce-Helfer waren bisher in Mittelamerika, Afrika, Asien, Europa und im Mittleren Osten mehr als 30 Mal im Einsatz. Zuletzt unterstützte Veoliaforce das Französische Rote Kreuz in Haiti nach dem Erdbeben Anfang 2010 sowie Ende September 2011 in Kamerun und im Zentral-Tschad, um u.a. die Cholera-Epidemie zu bekämpfen.